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Gedenkaktion zu Ehren von Rudolf Hess am 17.08.2009

In den frühen Morgenstunden des 17.08.2009, machte sich die Alternative Jugend Potsdam auf den Weg in die Wilhelmstadt nach Berlin-Spandau, an dem Ort, wo einst Rudolf Hess ermordet wurde. Heute befindet sich an der Stelle, wo bis 1987 noch das Kriegsverbrechergefängnis stand, ein Einkaufszentrum. Wenige Tage nach seinem Tode wurde das riesige, festungsartige Spandauer Gefängnis niedergerissen und mit Hunderten von Lastwagen klammheimlich bei Nacht die Trümmer fortgeschafft. Dennoch ließen wir an diesem Morgen, als sich die Ermordung von Rudolf Hess zum 22. Male jährte unserer Kreativität freien Lauf und machten uns an dem Ort des Geschehens an die Arbeit.

Während fast alle Berliner in ihren Betten lagen schrieben wir mittels Kreide die letzten Worte von Rudolf Hess, seinen Schlussworten beim Nürnberger Kriegstribunal, und diverse Schriftzüge auf dem Parkplatz des heutigen Einkaufszentrum. Mit Sätzen wie „Mord an Hess“, „Wir gedenken Rudolf Hess“, „Mord vor 22 Jahren“, „Mord am 17.08.1987 in Spandau“ und vielen weiteren wollten wir auf das heutzutage verleugnete Schicksal von Rudolf Hess hinweisen.

Hinzu wurden einige Schnipsel auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses verteilt, auf denen zu Ehren von Rudolf Hess „Märtyrer des Friedens“ zu lesen war. Zu guter Letzt stellten wir zum Gedenken an den Friedensflieger und Garant der deutschen Jugend ein Schild mit Kerzen auf.

 

 

 

Als abschließende Hoffnung bleibt, dass der ein oder andere Besucher des Einkaufszentrums sich vielleicht doch mal Gedanken gemacht hat und die Hintergründe zu den Geschehnissen um Rudolf Hess hinterfragt.