Aktion am 12.02.2010 zur Erinnerung an den alliierten Massenmord in Dresden vor 65 Jahren
Vor 65 Jahren, am 13. und 14. Februar 1945, wurde der größte Luftangriff der Alliierten Bomberkommandos im Zweiten Weltkrieg auf eine deutsche Stadt geflogen. In der Nacht von Fastnachtdienstag auf Aschermittwoch fand dieser Angriff auf Dresden statt. Die Stadt wurde innerhalb von 14 Stunden drei mal bombardiert. Nach dem ersten Schlag, welcher von 22:13 bis 22:21 dauerte, hinterließen die englischen Bomber ein Flammenmeer, das über 80 Kilometer weit den Himmel glühend machte. Nach dem zweiten Schlag von 1:30 bis 1:50 haben die abfliegenden Bomberpiloten die Feuer von Dresden über 300 Kilometer weit beobachten können. Am folgenden Vormittag flog ein amerikanisches Bombengeschwader zwischen 12:12 und 12:23 den dritten Angriff.

Aus diesem Grund machten wir uns in den frühen Morgenstunden des 12. Februars auf den Weg, um an einer einsamen Mauer, entlang der Bundesstraße 2, einen ca. 80 Meter langen Schriftzug zu malen, so dass die Pendler die dort entlang fahren an das Verbrechen von Dresden erinnert werden. Denn nur die Wenigsten sind hinreichend oder viele sogar mit Absicht falsch über die Geschehnisse in Dresden informiert. Nun ist groß und unübersehbar „13/14. 2. 1945 Dresden, Massenmörder sind keine Befreier!“ auf der Mauer zu lesen.
Damals hatte die Stadt Dresden 630 000 ständige Einwohner. Als sie jedoch zerstört wurde, beherbergte die Stadt schätzungsweise 1,2 bis 1,4 Millionen Menschen. Flüchtlinge aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen, Evakuierte aus Berlin und dem Rheinland, Kindertransporte, Kriegsgefangene und Fremdarbeiter. Dresden hatte keine Rüstungsindustrie und war eine unverteidigte Stadt ohne Luftabwehr. In ganz Deutschland galt Dresden als ein Ort, der nicht bombardiert werden würde. Niemand konnte sich vorstellen, dass eine Stadt, welche täglich neue Krankenhäuser und Lazarette einrichtete, in die täglich Hunderttausende von Flüchtlingen, hauptsächlich Frauen und Kinder, einströmten, bombardiert werden würde.

Militärisch interessant war höchstens ein größerer Güter- und Truppenumschlagbahnhof, der bei den drei Angriffen jedoch kaum getroffen wurde. Zudem folgte der Angriff einem Plan, der mit höchster Präzision ablief. Als erstes wurden Sprengbomben abgeworfen, wodurch die Fenster platzten und Dächer einstürzten, um den Flammen der folgenden Brandbomben die Dachstühle und Wohnungen schutzlos auszuliefern. Dresden brannte sieben Tage und acht Nächte lang.
Der englischen Regierung unter ihrem Premierminister Sir Winston Churchill, ist es bis zum Ende des Krieges gelungen, den tatsächlichen, absichtlichen, planmäßigen Charakter der britischen Bombenangriffe auf deutsche Städte geheim zu halten, wobei Dresden der Höhepunkt dieser Politik war. Dresden ging in Schutt und Asche, als die sowjetischen Truppen schon an der Oder und Neiße standen und die Westfront am Rhein lag.
Darum sehen wir es als wichtig an, in diesen Tagen den Toten, die bei der Bombardierung Dresdens und gleichermaßen denen die in anderen deutschen Städten durch alliierten Luftterror zu Tode gekommen sind, ein ehrenvolles Gedenken zu bereiten. Die Aktionen, die in ganz Deutschland stattfinden, zeugen davon, das es immer noch Menschen unter uns gibt, die an dieses schreckliche Szenario erinnern, nicht aus eigenem Schuldbekenntnis den Mord am deutschen Volk als halb Wahrheiten darstellen, verklären und im selben Atemzug die Schuld erwähnen, die wir uns angeblich für alle Zeit der Welt aufgeladen haben!
Wir hoffen auf ein zahlreiches Erscheinen zum alljährlichen Trauermarsch in Dresden.
